Einbau von Kfz-Werkstätten in die Land- und Baumaschinenhalle

Ursprünglich gab es auf dem Grundstück lediglich die ehemalige Panzerhalle, die vor 17 Jahren für die Nutzung als Land- und Baumaschinenwerkstätten durch die Gewerbeschule ausgebaut wurde. Nun sollen in dieser Halle - als Modul 2 – zusätzlich alle Werkstätten für Pkw und die dazu erforderlichen Sozial- und Nebenräume für Schüler und Lehrer angesiedelt werden. Die dafür erforderlichen Flächen, die i.W. bisher als Rampen-Lager und Unterrichtsräume genutzt wurden, wurden frei durch den Bau von Modul 1, der Lagerhalle, sowie von Modul 4, dem Theoriegebäude, in dem allgemeine Unterrichtsräume und auch die Pausenfläche untergebracht sind. Die Grundriss-Struktur der Halle bleibt dem Grunde nach unverändert: Im eingeschossigen, hohen Mittelteil liegen beidseitig eines Mittelflures die Werkstätten, die jeweils abgeteilt sind. Die vier neuen Kfz-Werkstätten erhalten Galerien. Die beiden zwei- geschossigen Seitenflügel werden in ihrer Struktur vereinfacht. Neu ist der Anbau des Windfangs an der Südseite, der im OG die Galerieebene erschließt und zusammen mit dem gegenüber liegenden Treppenraum die Fluchtwege sichert.

Aufgabe:

Umbau der vorhandenen Halle zu Werkstätten, Sozialräumen und Lehrerzimmern, Anbau eines neuen Windfanges mit Treppe und Aufzug

Standort:

Breisach

Auftraggeber:

Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald | Öffentlicher AG

Planungs- und Bauzeit:

2018-2019

 

Bruttogrundfläche:

ca. 2.900 m2

Bruttorauminhalt:

ca. 23.300 m3

Leistungen

Leistungsphasen 1-9

 

Da die Anzahl der nun hier anwesenden Personen (Schüler und Lehrer) deutlich steigt, muss die Fläche von Umkleiden, Wasch- und WC-Räumen für beide Gruppen vergrößert werden. Deshalb werden die beiden zweigeschossigen Seitenflügel dafür umgebaut. Die Treppe der Nordseite kann erhalten werden, nur der Ausgang im EG wird neu definiert. Der nördliche Seitenflügel erhält im EG nach Westen einen zusätzlichen praktischen Unterrichtsraum, das Hydrauliklabor. Im OG darüber wird das Lehrerzimmer angeordnet das mit dem benachbarten neugeschaffenen Lehrerzimmer oberhalb der E-Werkstatt verbunden ist. Im Nordflügel Ostseite werden im OG Lehrerumkleide, WC-und Wasch-räume für 20 Personen untergebracht sowie ein zusätzlicher Büroraum. Damen-WC und –Umkleide bleiben im OG unverändert neben dem Treppenraum. Frauen als Lehrerinnen oder Schülerinnen gibt es allerdings bisher nicht. Der südliche Seitenflügel erhält einen neuen Windfang als Haupteingang mit einer neuen Treppe und Aufzug (Barrierefreiheit). Die im Südflügel vorhandene Treppe wird abgebrochen. Im Erdgeschoss bleiben die Nebenräume nach Osten unverändert, nach Westen werden im EG und OG die erforderlichen Umkleiden, WC-und Waschräume eingebaut.

Die Unsicherheit über die Zukunft der Pkw wurde im Laufe der Planung deutlich: welche neuen technologien werden eingebaut oder vorgesehen? Schwerpunkt sind nach wie vor Autos mit Verbrennungsmotoren, jedoch soll es eine E-Werkstatt geben sowie Ladestationen für E-Autos.

Die Konstruktion der Bestandshalle bleibt unverändert, auch die Außenhaut des Gebäudes wird nur dort verändert, wo neue Zugangstüren erforderlich sind. Die neuen Werkstatt-Trenn- wände werden als Mauerwerkswände mit Ringgurten und Aussteifungsstützen hergestellt. Der Bereich zwischen den Wendeltreppen wird betoniert. Die Galerien sind Stahlbetonkonstruktionen. Der neue Windfang ist als unbeheizter Raum vor der Halle geplant, ebenfalls als Stahlkon- struktion mit einer Geschossdecke aus Trapezblech mit Aufbeton, der Stirnwand aus Gasbetondielen und den beiden Zugangswänden mit gebäudehoher geschuppter Verglasung. Die neue Eingangstür zum Bestandsgebäude wird Bestandteil der wärmeumfassenden Hüllfläche.

Fotos: © plp

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